Der Einsatz von Fahrzeugen für den innerstädtischen Lieferverkehr ist geprägt von kurzen Strecken mit einer hohen Stoppdichte in Verbindung mit häufigem Anfahren und Bremsen auf stark ausgelasteten Straßen – ein ideales Anforderungsprofil für Elektrofahrzeuge. Durch steigende Benzinpreise, aber auch die Tendenz der Städte ihre Innenstadtbereiche durch die Einführung von Umweltzonen und vielleicht künftig auch einer City-Maut oder gar einer Vollsperrung abzuriegeln, nimmt der Druck auf die konventionellen Verbrennerfahrzeuge zu.

Zukunftsorientierte Konzepte sollen durch den Einsatz erneuerbarer Energien nicht nur Umweltprobleme wie Luftverschmutzung und Lärmbelästigung in Angriff nehmen, sondern auch der Kostenoptimierung dienen. Das Projekt SMART CITY LOGISTIK wird hierfür neue Lösungswege an logistischen Szenarien im Stadtgebiet von Erfurt erproben.

Die SMART CITY LOGISTIK Plattform wird mit einer offenen Systemarchitektur ausgeprägt. Unter flexibler Nutzung von anwendungsspezifischen Webservices sollen bestehende IT-Logistik- bzw. Warenwirtschaftssysteme den Anforderungen an die Einsatz- und Tourenplanung von Elektrofahrzeugen in Fuhrparks angepasst werden. Darüber hinaus soll auch ein effizienteres Fahren mit einem Elektrofahrzeug unterstützt werden. Mit Hilfe der Anzeige von Informationen in Echtzeit, beispielsweise über Staus, Ladestationen, Fahrweise, Frachtzustand etc. wird der Fahrer über ein übersichtliches Fahrerassistenzsystem im Elektrofahrzeug informiert. Die Einbindung dieser Services mit elektromobilitsspezifisch aufbereiteten Informationen erfolgt dabei über offene Schnittstellen in die verschiedenen IT-Bestandssysteme.